Chronik  der Karlschule 1909-1991
 
Die Inhalte stammen aus alten Berichten des Stadtarchivs, aus Konferenzprotokollen und Schulchroniken.

 

 

1796

Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts können wegen des hohen Schulgeldes nur Kinder begüterter Eltern die Schule besuchen. Für die armen Kinder sieht es deshalb schlimm aus, sie verwildern und treiben sich als Bettler umher. Die Marktkirchpfarre hatte bis dato keine Schule. Herr Fechtler, Pfarrer der Marktkirche, gründet 1796 die "Freischule für Arme" und finanzierte sie aus seinem persönlichen Vermögen, durch Stiftungen und Spenden. Die Schule wird der Oberaufsicht des Priesterseminars unterstellt. Fechtler beginnt mit 112 armen Kindern aus dem ganzen Stadtgebiet.

 

 

1861

Freischule für Arme mit 345 Kinder in 3 Klassen

 

 

1872

1872 verliert die Knabenschule ihren Charakter als Armenschule und wird anderen Volksschulen gleichgestellt, indem die Stadt von diesen Schülern das gleiche Schulgeld erhebt.

 

 

1881

Auf Beschluss  des Schulvorstandes wird der Name der Schule geändert. Aus der Freischule wird die Markkircher-Knabenschule. Trotz der Änderung bleibt es zunächst dabei, dass weiterhin die Kinder der Armen die Markkircher-Schule besuchen, die der Bessersituierten dagegen die Domschulen.

 

 

1907

Sämtliche Knaben werden nach Pfarreien scharf getrennt. Infolge reger Bautätigkeit im Westen der Stadt teilt man die Markkircher-Schule, die 25 Klassen umfasst, in zwei Systeme. System I bildete den östlichen Teil der Markkirch-Pfarre und wird von Rektor Drake geführt. System II erhält die Kinder aus dem westlichen Teil der Pfarre. Die Leitung wird Herrn Schulze übertragen.

 

 

1909

Für die Knaben des Systems I erbaut die Stadt ein neues Schulgebäude an der Karlstraße. Am 1. Mai 1909 findet der Einzug in das noch unfertige Schulhaus statt. Schon damals ist ein Erweiterungsbau für die Mädchen geplant.

 

 

1912

23 Punkte umfasst die erste Schulordnung. So ist der Besuch von Kinematographen durch Schulkindern verboten. Nur von der Ortspolizeibehörde als Kindervorstellung bezeichnete Darstellungen dürfen besucht werden. Der Verkauf von Speiseeis an Schulkinder ist verboten. Personen, die Speiseeis an Kinder unter 16 J. auf öffentlichen Wegen und Plätzen verkaufen, werden mit Geldstrafe bis 30 M bestraft. Der Besuch der Schulmesse ist Pflicht, genauso wie geputzte Schuhe, gekämmte Haare und reinliche Kleidung. Spielsachen dürfen nicht mitgebracht werden. Strengstens untersagt ist das Beschmieren der Bänke. Die Hände müssen während des Unterrichts stehts sichtbar auf dem Tische liegen. Auch ist das Pferdescheuen, Verspotten Behinderter und das Anhängen an vorbeifahrende Fuhrwerke streng untersagt.

 

 

1913

Der Erweiterungsbau wird errichtet. Am 3.4.1913 erfolgt die Einweihung der Markkircher-Mädchenschule in der Karlstraße (der westliche, zur Geroldstraße hin gelegene Teil des Schulgebäudes). Das Gesamtgebäude umfasst nun 7 Knabenklassen, 7 Mädchenklassen, 2 Fortbildungs- und 1 Handarbeitssaal für Mädchen, 1 Schulküche nebst Speisen- und Bügelkammer, 1 Waschraum und Vorratskeller, 1 Konferenzzimmer, 1 Zimmer für den Rektor, 1 Lehrerinnenzimmer, 1 Kartenzimmer, Räume für die Garderobe und eine Wohnung für den Schuldiener. Insgesamt besuchen 412 Knaben und 403 Mädchen in 14 Klassen die Schule. Nach außen hin ist es "eine" Schule. Im Innern jedoch gibt es nur verschlossene Türen zwischen den "Schulen". Selbst auf dem Schulhof zeigt ein weißer Strich, wo Jungen bzw. Mäüdchen sich aufzuhalten haben. Die Baukosten der Schule betragen 264.200,18 Mark. Darin ist der Preis für den Bauplatz (41.588,32 Mark) bereits enthalten.

 

 

1914

Aufgrund des 1. Weltkrieges wird am 01.08.1914 die Schule geräumt und mit Militärangehörigen belegt. Nachdem die Soldaten abgerückt sind, ziehen am 01.10. die Kinder der Markkircher- und Herz-Jesu-Schule ein.

 

 

1918

Die Schule wird erneut geräumt. Bei der Demobilmachung wird die Markkircher-Schule vom 13.11.1918 bis 03.01.1919 vom Militär belegt. In den ersten Nachkriegsjahren werden 80 Kinder der Schule von der amerikanischen Kinderhilfsmission täglich mit einer guten Suppe und einem Brötchen gespeist, ein großes Liebeswerk in der schweren Zeit der Inflation, Not und Verarmung.

 

 

1932

1932 zählt die Schule 414 Knaben und 330 Mädchen. 87 Kinder erhalten täglich auf Kosten der Stadt 1/4 l Milch; die Feldküche des Reiter-Regiments speist im Winter täglich 60 unterernährte Kinder der Schule.

 

 

1933

Im Januar herrscht eine starke Grippeepidemie. Mehr als die Hälfte der Schulkinder erkrankt; der Unterricht wird für einige Tage ausgesetzt.

 

 

1935-1937

Es kommt zu tief greifender inhaltlicher Durchdringung des gesamten Schullebens durch den National-sozialismus. Es gibt neue Unterrichtsinhalte und -schwerpunkte. Neue Fächer kommen hinzu, z.B. seit 1935 Modell- und Flugzeugbau. 1936 schenk die Stadt der Schule ein Gewehr zum Erlernen des Schießsports für die oberen Jahrgänge der Knaben. In allen Fächers sollt eine "wehrgeistige Erziehung" gepflegt werden. Immer mehr wird die Schule für politische Zwecke dienstbar gemacht. Sie soll für HJ und BDM werben, zumal das Handwerksamt Verträge zwischen Handwerksmeistern und Lehrlingen nur genehmigt, wenn die Bewerber Mitglieder dieser NS-Jugendorganisationen sind. Erwünscht ist die Zusammenarbeit der Klassenlehrer mit den Jungvolkführern durch Auskunft über Führung, Auffassungsgabe und charakterliche Beurteilung der Schüler. 1936 sollen möglichst alle Schüler dem Luftschutzbund beitreten. Es gibt eine Schülerfeuerwehr und Laienhelferinnen. Der Versorgungsnotstand der Bevölkerung führt zu umfangreichen Sammelaktionen der Schule. So wird allein im Nov. 1937 unter anderem 82kg Knochen (für Seife) gesammelt.

 

 

1938-1939

Die nationalsozialistische Politik greift in das schulische Leben der Karlschule massiv ein. Die bisherige katholische Marktkirchschule wird in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Schulbezirke werden neu festgelegt und die Knaben und Mädchen in der Grundschule vereint. 1939 werden - so vermerkt es eine Festschrift zum 30. Geburtstag - beide Schulen zur "Volksschule". Die Schule erhält den Namen "Volksschule an der Karlstraße". 3 jüdische Kinder werden der Schule verwiesen. Ein Lehrer wurde versetzt, weil er sich für den Sohn des Rabbiners einsetzt, als dieser wiederholt von anderen Schulkindern verprügelt wird. Die Schule darf nicht an religiösen Veranstaltungen teilnehmen. Der Religionsunterricht wird auf Eckstunden verlegt. Dem Führerbild wird ein bevorzugter Platz in jeder Klasse eingeräumt. Kirchliche Feiertage werden abgeschafft und Namenstagsfeiern an der Schule verboten. Die nationalsozialistischen Gedenk- und Feiertage sind entsprechend zu begehen. Der Elternbeirat wird aufgehoben. Dafür wird ein nationalsozialistischer Jugendverwalter eingesetzt. Der "deutsche Gruß'" wird verpflichtend eingeführt. Kinder, die ihn verweigern, sind zu melden. Statt eines Gebetes oder religiösen Liedes soll der Unterricht mit der NS-Wochenparole, dem entsprechenden Kernspruch und Wochenlied beginnen. Alle Lehrerinnen sind seit 1939 im behördlichen Luftschutz eingesetzt. Viele Lehrer sind zum Militärdienst eingezogen. Das Schulgebäude wird wiederholt durch das Militär beschlagnahmt und muss teilweise oder ganz mitsamt Inventar geräumt werden.

 

 

1940

Wegen Lehrermangels können statt der erforderlichen 367 Stunden Unterricht nur 278 Stunden erteilt werden. Bei Bombenalarm steht nur ein Schutzraum für 50 Schüler zur Verfügung. Die restlichen Schüler werden nach Hause oder in den Schutzraum der Brauerei Hester geschickt oder sie bleiben im Eilfall in den Kellerräumen der Schule. Die Schule und auch die Turnhalle werden immer häufiger durch das Militär genutzt. Der Unterricht wird notdürftig in Gebäuden an der Schulstraße, Riemekestraße, Kasseler Tor und Giersstraße erteilt. Das Schulgebäude an der Schulstraße steht nur Di., Do., und Sa. zur Verfügung. An den übrigen Wochentagen werden die Schüler mit Sport, Schwimmen, Sammeln von Heilkräutern, Gartenbau und Luftschutz-Vorträgen beschäftigt.

 

 

1942

In der Nacht vom 27. zum 28.8. fallen 28 Stabbrandbomben auf das Schulhaus, 11 auf die Turnhalle, 72 auf den Schulhof.

 

 

1943-1944

Der Schulgarten, der nach den Bestimmungen eine Größe von 2,5-3 a hat, wird auf das Doppelte erweitert. Sogar eine Seidenraupenzucht soll in Angriff genommen werden. Das Vorhaben stößt jedoch auf Schwierigkeiten, weil für die Anpflanzung der Maulbeeren der Garten zu klein ist. Ab Mitte Sept. 1944 muss wegen der großen Luftgefahr der Unterricht 6 Wochen lang ausfallen; ab 10.12.1944 ist aus dem gleichen Grund kein Unterricht mehr möglich. 103 Kinder sind in die umliegenden Landgemeinden abgemeldet.

 

 

1945

Besonders schwer sind die Bombenangriffe in den ersten drei Monaten des Jahres. Am 17.01.1945 finden 10 Schulkinder der Karlschule und eine Lehrerin den Tod. Der stärkste Angriff erfolgt am 27.03. gegen 17.00 Uhr. Etwa 600 feindliche Bomber zerstören mit Brand-, Luft- und Sprengbomben innerhalb von 35 Minuten einen Großteil von Paderborn. Ca. 10 Flüssigkeitsbrandbomben treffen die Karlschule, die dadurch vollständig ausbrennt. Nur die Umfassungsmauern, die Treppenhäuser und die meisten Kellerräume überstehen das Kriegsende.

 

 

1946-1947

Es wird eine Baracke mit 3 Schulräumen auf dem Schulhof rrichtet und eine Baracke der Baufirma Wassermann mit 4 Schulräumen auf dem Turnplatz angemietet; außerdem steht noch ein Raum im Meinolf-Kinderheim aushilfsweise zur Verfügung. Die katastrophale Raumnot zwingt zum Schichtunterricht, vormittags und nachmittags. Bis weit in die 50er Jahre gilt die amtliche Messzahl 50 für die Klassengröße. Während der Aufräum- und Aufbauarbeiten stellen die Schienen, Loren und Kräne eine große Gefahr für die Kinder dar. Die Bunkereingänge sind nicht gesichert und werden von zuverlässigen älteren Kindern während der Pausen bewacht werden. Das Spielen auf den angrenzenden Trümmergrundstücken ist verboten. Wiederholt werden Schüler auf die Gefahr noch nicht entschärfter Sprengkörper hingewiesen. Die schon während des Krieges große materielle Not verschärft sich noch und macht sich auch im Schulleben bemerkbar. Die Schulräume können nicht beheizt werden, deshalb ist bei strengem Frost nur sehr verkürzter Unterricht möglich, so z.B. im Winter 1947 nur 1 1/4 Std. pro Schülergruppe. Viele Kinder sind unterernährt. Sie werden in der Schule regelmäßig gemessen und gewogen, u.a. um die Schulspeisung nach Dringlichkeit zu verteilen. Unter Aufsicht der Lehrer wird tägl. eine warme Mahlzeit ausgegeben. An vier Tagen der Woche gibt es Gemüse und Fleischextrakte zu je 0,10 RM, an 2 Tagen Milchsüßspeise zu je 0,07 RM, außerdem für 12-14jährige täglich 80 g Brot für wöchentlich 0,20 RM. Die Schulspeisung wird mit einigen Änderungen mehrere Jahre durchgeführt, allerdings später nur noch für besonders bedürftige Schüler. Es gibt Schüler, die noch barfuss zur Schule kommen, weil das nötige Schuhwerk fehlte. Tuberkuloseerkrankungen nehmen sprunghaft zu. Schreibhefte werden - wenn überhaupt - nur gegen Abgabe von Altpapier geliefert. Es gibt kaum Schulbücher, wenig Anschauungsmaterial, keine Lehrpläne. Die Schule bleibt bis April 1947 Abgabe- und Sammelstelle für Altstoffe. In den Ferien werden unter Aufsicht der Lehrer Kartoffelkäfer abgesammelt. Die Karlschule wird nach einer Abstimmung im Frühjahr 1946 wieder katholische Konfessionsschule. Sie erhält den Namen: Karlschule, katholische Volksschule. Die Zusammenarbeit mit der Markkirch- und der Meinolf-Pfarrei wird bewusst gepflegt. Die Markkirche ändert 1948 ihren Namen in Marktkirche.

 

 

1948

Im August werden die ersten 6 Räume des wieder aufgebauten Schulhauses bezogen. Für das 5./6. Schuljahr wird freiwilliger Englischunterricht angeboten. Am 01.10.1948 wird die Karlschule auf Beschluss des Schulausschusses in zwei getrennte Systeme aufgeteilt: das Knabensystem mit 9 Klassen unter Rektor Adolf Möller (1948-1950) und das Mädchensystem mit 8 Klassen unter Rektorin Florentine Menke (1948-1956).

 

 

1949

Das komplette Gebäude mit Westflügel und Schulküche wird bezogen. Bereits 1946 werden Elternbeiräte gewählt, 1949 Klassenelternschaften gebildet, aus denen dann 1952 die Klassenpflegschaften entstehen.

 

 

1950

Erst jetzt wird das Dach der Schule wieder instand gesetzt. Schulleiter (Knaben) wird Maximilian Schwarz (1950-1957).

 

 

1951

Die ebenfalls in der Karlschule untergebrachte Lutherschule zieht aus. Dadurch wird der Raummangel (bislang 1.600 Schüler) gemildert. Wegen Kohlenmangels werden die Herbstferien an die Weihnachtsferien angehängt.

 

 

1952

Die Turnhalle wird wieder aufgebaut

 

 

1953

Im ersten Schuljahr werden in 6 Wochenstunden 61 Schüler gemeinsam unterrichtet, in 12 Wochenstunden in zwei Gruppen. Der erste Elternsprechtag wird abgehalten. Das schulische Leben normalisiert sich. Sportwettkämpfe, Wandertage, Feiern, Ausstellungen von Schülerarbeiten finden statt.

 

 

1956

Schulleiterin (Mädchen) wird Bernhardine Terfort (1956-1967)

 

 

1957

Schulleiter (Knaben) wird Anton Atorf (1957-1965)

 

 

1958

Die Karlschule gibt Kinder an die neu gebaute Elisabethschule ab. Eine starke Bautätigkeit in der Südstadt nacht die neue Schule notwendig.

 

 

1965

Schulleiter (Knaben) wird Karl Negel (1965-1967)

 

 

1967

Im Zuge der Neuordnung des Schulwesens wird die Karlschule-Knaben und die Karlschule-Mädchen aufgelöst. Daraus entsteht die Karlschule I (Grundschule) unter Karl Negel und die Karlschule II (Hauptschule) unter Theresia Glooth (1967-1985). Die Karl-Hauptschule wird als katholische Versuchshauptschule eingerichtet. Sie ist zweizügig und umfasst die Klassen 5-9. Jungen und Mädchen werden gemeinsam unterrichtet. Dieser Schulversuch beinhaltet erstmalig eine Differenzierung in Mathematik, Rechtschreiben und Englisch, das neue Fach Arbeitslehre mit technischen Werken und Hauswirtschaft und die Durchführung eines dreiwöchigen Betriebspraktikums im 9. Schuljahr.

 

 

1968

In Paderborn werden 5 Hauptschulen als Schulen der weiterführenden Bildung errichtet, 4 davon als Gemeinschaftsschulen, die Karlschule nach einer Abstimmung der Eltern als katholische Bekenntnisschule.

 

 

1971

Im Rahmen der Neuorganisation der städtischen Grundschule werden die Karlschule I und die Busdorfschule I zum 1. August 1971 als Grundschulen aufgelöst. Eingerichtet wird als neue katholische städtische Grundschule die Markschule, die an zwei Standorten untergebracht ist: Im Gebäude der Lutherschule am Abdinghof sowie im Gebäude der Kasseler-Tor-Schule.

 

 

1972

Durch den starken Zustrom ausländischer, vor allem türkischer und italienischer Gastarbeiter, wird es nötig, Übergangsklassen zu bilden, um diesen Kindern die Eingliederung zu erleichtern. Entsprechend kommen mehrere türkische Lehrerkollegen hinzu. Wegen des akuten Raummangels müssen einige Klassen zeitweise in die Kasseler-Tor-Schule ausgelagert werden.

 

 

1975

Die Grundschul-Übergangsklassen werden der Elisabeth- und Theodorschule zugeordnet. Die italienischen Klassen werden später  aus Platzgründen der Elsener Schule angegliedert.

 

 

1985

Übergangsklassen werden nicht mehr eingerichtet.

 

 

1986

Schulleiter (Karlschule Hauptschule) wird Vinzenz Heggen (1986-  ). Eine Sonderform der unterrichtlichen Arbeit - die Projektwoche - wird erstmalig erprobt. Alter- und Klassenzugehörigkeit spielen dabei keine Rolle. Der "Verein der Eltern und Förderer an der Hauptschule Karl zu Paderborn" wird gegründet.

 

 

1988

Unter dem Motto "Eltern lernen in der Schule" bauen 8 Eltern an drei Abenden einen elektronischen Telefonmithörer.

 

 

1989

Seit dem Wiederaufbau erfährt das Karlschulgebäude vielfache bauliche Veränderungen: Fenster und Fußböden werden erneuert, die Decken abgehängt, Waschbecken in allen Unterrichtsräumen eingebaut, verschiedene Fachräume, z.B. für Physik, Biologie, Werken usw. eingerichtet, die Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln ständig ergänzt, eine Pausenhalle gebaut und vieles andere mehr. Seit einigen Jahren öffnet die Karlschule einmal jährlich ihre Türen für die Öffentlichkeit, um die Schule und insbesondere die schulische Arbeit zu präsentieren.

 

 

1990

Die Karlschule entscheidet sich, die Brasilieninitiative AVICRES e.V. langfristig zu unterstützen, um Not leidende Kinder in den Armenvierteln von Nova Iguacu, einer Trabantenstadt von Rio de Janeiro, zu helfen. Bis 2010 kommen durch Spendenaktionen wie dem Weihnachtsbasar mehr als 80.000 Euro zusammen.

 

 

1991

Am 1. August wird die Karlschule städtische Gemeinschafts-Grundschule. Sie entsteht durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen katholischen Grundschulen Markt und Kilian.

 

 

1993

Am 23. März 1993 wurde im Hotel Krawinkel der Verein der Freunde und Förderer der Karlschule gegründet mit dem Ziel, Bildungs- und Erziehungszwecke, die mit Mitteln des Schulträgers oder sonstigen öffentlichen Mitteln nicht bestritten werden können, zu finanzieren. Zu Beginn des Schuljahres 1993/1994 begann ein Pilotprojekt der Schülerbetreuung mit 22 Kindern aus allen 4 Jahrgängen bis 14 Uhr. Dazu wurden zwei Räume oberhalb der Turnhalle genutzt.

 

 

1996

Der neu gegründete Elternverein "Elterninitiative der Karlschule e.V." übernahm die Trägerschaft des Betreuungsangebotes. Neben der personellen Aufstockung war nun auch die Erweiterung des Raumangebots erforderlich.

 

 

2001

Die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen und der Wunsch nach längeren Betreuungszeiten führte zur Einrichtung von zwei neuen Gruppen und eine Betreuung bis 16.00 Uhr.

 

 

2005

Die Ganztagsgruppen wurden in die "Offene Ganztagsschule" überführt, die mit Beginn des Schuljahres 2005/06 eingerichtet wurde. Neben verlässlichen Anfangs- und Endzeiten, dem geregelten Tagesablauf in festen Gruppen, freies Spiel in einer anregenden Umgebung und der Möglichkeit der Hausaufgabenerledigung bot die Offene Ganztagsschule ein kindgerechtes Mittagessen, Fördermaßnahmen im Bereich Sprache und Mathematik und wählbaren Angeboten in den Bereichen Sport, Musik, Gestalten, Lesen.

 

 

2007